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Pressemitteilung 03/2022

06. März 2022

Frauentag: Eine-Welt-Landesnetzwerk MV fordert Solidarität für Frauen weltweit 

„Ich kann nicht akzeptieren, dass sie unsere Träume unterdrücken“ - Ausstellung von Hafiza Quasimi in der  Rostocker Petrikirche

Rostock. „Wir feiern in Mecklenburg-Vorpommern heute den Frauentag - ab dem kommenden Jahr sogar als gesetzlichen Feiertag. Als Landesnetzwerk begrüßen wir das“, sagt Andrea Krönert, Geschäftsführerin des Eine-Welt-Landesnetzwerks Mecklenburg-Vorpommern. Frauen leisten laut einer Oxfam-Studie von 2020 weltweit 12,5 Milliarden unbezahlte Stunden Arbeit - täglich. Sie verdienen nur 63 Prozent des Gehalts von Männern, sind seltener erwerbstätig, leben häufiger in extremer Armut und sind häufiger von Gewalt bedroht. Und sie sind seltener in Macht- und Entscheidungspositionen vertreten als Männer. Eine Studie der Organisation Equal Measures 2030 zeigte auf, dass 80 Prozent der Frauen 2019 in ein einem Land lebten, in dem die Geschlechtergerechtigkeit in einem schlechten oder sogar sehr schlechten Zustand ist.  Eine der vielen Millionen Frauen weltweit, die unter der Ungleichheit leidet ist die 22-jährige Künstlerin Hafiza Quasimi aus Kabul. Seit der Machtübernahme der Taliban im Sommer 2021 hat sich ihre Arbeits- und Lebenssituation radikal verschlechtert. Die Taliban zerstörten viele ihrer Bilder die sie in ihrer Galerie in Kabul ausgestellt hatte. Denn sie zeigten Frauen in Freiheit, in Selbstbestimmung und mit politischem Ausdruck. Hafiza Quasimi versuchte erfolglos Afghanistan zu verlassen, zur Zeit lebt sie versteckt. Aber sie arbeitet weiter. Sie sagt: „Die Taliban unterdrücken die Frauen. Ich kann nicht akzeptieren, dass sie unsere Träume unterdrücken.“ Zwanzig Bilder von ihr und vier weiteren Künstler*innen aus Afghanistan sind seit Freitag und noch bis zum 20. März immer von 10-16 Uhr im Nordschiff der Petrikirche zu sehen.  „Der Mut von Hafiza Quasimi ist groß. Sie und alle Frauen weltweit die für ihre Rechte kämpfen verdienen unsere Solidarität“, sagt Andrea Krönert. „Heute ist ein guter Tag, die Ausstellung zu besuchen und anschließend aktiv zu werden um Mädchen und Frauen ein bessere Zukunft zu ermöglichen. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen diese Ungerechtigkeit zu beenden.“ Eines der Instrumente dazu ist SDG 5, das fünfte Entwicklungsziel der Vereinten Nationen, das „Geschlechtergleichstellung und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen“ fordert.  „Auch in Deutschland haben Frauen noch lange nicht die gleichen Chancen wie Männer. Sie leisten mehr Sorgearbeit, verdienen weniger Geld für die gleiche Arbeit, erleiden häufiger sexualisierte Gewalt und sitzen seltener in unseren Parlamenten und Regierungen. Auch das muss sich ändern.“ Das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V ist der Dachverband der entwicklungspolitischen Initiativen in unserem Bundesland mit derzeit 58 Mitgliedern.

Mehr unter www.eine-welt-mv.de 
Kontakt: Andrea Krönert, kroenert@eine-welt-mv.de



V.i.S.d.P.: Andrea Krönert


 

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